Labyrinth Kindermuseum Berlin

Geburtstag feiern im Labyrinth

Museumspatin Ulrike Folkerts

„Ich hätte hier auch gern Geburtstag gefeiert ...“ – Praktikantin Akane stellt sich vor

Mit ihren kreativen Ideen hat unsere Praktikantin Akane viel zur neuen Ausstellung „Platz da! Kinder machen Stadt“ beigetragen. Auf LABlog zeigt sie uns ihre ganz persönliche Perspektive auf die Arbeit im Labyrinth und die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und ihrem Heimatland Japan:

Ich bin Akane aus Japan. In Japan habe ich Wahrnehmungs- und Entwicklungspsychologie studiert und jetzt studiere ich Spiel- und Lerndesign an der Kunsthochschule in Halle an der Saale. In den Projekten beim Spiel- und Lerndesign gestalten wir Räume, Objekte und Aktionen zum Spielen und Lernen, und zwar nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Denn Spielen und Lernen ist für alle lebenslang wichtig!

Seit Oktober 2013 mache ich für ein halbes Jahr ein Praktikum hier im Labyrinth Kindermuseum.

Zweimal pro Woche bin ich in der Ausstellung “Ganz weit weg - und doch so nah“ als Betreuerin. Wir zeigen Besuchern, was man in der Ausstellung machen kann und animieren sie dazu, alles auszuprobieren. Die pädagogischen Mitarbeiter, die hier als Betreuer arbeiten, sind bunt gemischt. Sie haben unterschiedliche Herkunft, Erfahrungen, Berufe und Persönlichkeiten. Jeder arbeitet nach seiner Art, passend zur Philosophie des Kindermuseums “Finde deinen Weg“ und es ist für mich sehr interessant, mit ihnen zu arbeiten. Bei der Abschlussrunde nach jeder Schicht sitzen wir alle zusammen und berichten darüber, was uns eingefallen ist, wie die Besucher waren oder tauschen Zitate von kleinen und großen Besuchern aus. Dabei lerne ich unterschiedliche Perspektiven kennen. Die Besucher sind auch sehr international, was ich in Japan nicht oft erlebt habe. Wenn sie als Kind schon verschiedene Menschen, Kulturen und Mentalitäten kennen lernen, sind sie meiner Sicht nach auch sehr interessiert an der Welt.

Die anderen Tage arbeite ich im Büro. Hier habe ich Aufgaben bei der Umsetzung für die nächste Ausstellung “Platz da! Kinder machen Stadt“. Hier lerne ich auch viel. Es ist nicht leicht, aber gleichzeitig sehr interessant, etwas für eine Ausstellung mit langer Laufzeit zu entwerfen, die viele Leute besuchen kommen. Zu dem großen Thema gibt es verschiedene Stationen und  für alle Altersstufen der Zielgruppe von 3-11jährigen sollte es etwas Interessantes geben, was man mit mehreren Sinnen erleben kann, also sehen, hören, riechen und fühlen.

Im Labyrinth Kindermuseum kann man Kindergeburtstag feiern und ich bin auch manchmal dabei. Ich freue mich, wenn ich sehe, dass nicht nur das Geburtstagskind, sondern auch alle seine Freunde Spaß haben und glücklich sind. Auch die Eltern sind mit dem Kindergeburtstag als besonderes Erlebnis in der Ausstellung zufrieden. In Japan gibt es bis jetzt nicht so viele Angebote für Kindergeburtstage wie in Deutschland. Die Kinder hier haben Glück, ich hätte hier auch gern mit Freunden meinen Geburtstag gefeiert!

Das Labyrinth Kindermuseum ist auch oft unterwegs. Vor Weihnachten habe ich bei der Bastelaktion mitgearbeitet. Wir waren in einem Einkaufzentrum und hatten jeden Tag mit einem unterschiedlichen Thema gebastelt. In Deutschland war ich überrascht, dass hier nicht nur kleine Kinder sondern auch viele Erwachsene gern basteln.

In letzter Zeit arbeite ich auch in der Werkstatt für die nächste Ausstellung. Ich freue mich sehr, dass ich nicht nur beim Entwerfen, sondern auch beim Bauen dabei sein kann. Bald ist mein Praktikum im Labyrinth leider vorbei. Ich bin etwas traurig, aber es war sehr schön, dass ich in verschiedenen Bereichen mitmachen durfte, viel spielen und lernen konnte. Die neue Ausstellung kommt ganz bald. Ich bin sehr gespannt!

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