Der Nord-Berliner, 18.11.2004

Fachtagung im Labyrinth Kindermuseum Berlin

Gesundheitsförderung: Eltern sind gefordert

von Michael Fischer

Gesundbrunnen. Mehr als 300 Ärzte, Eltern und Pädagogen beschäftigten sich in der vergangenen Woche bei der Fachtagung „Wie geht's denn nun nach Tutmirgut?“ im Kindermuseum Labyrinth mit der Gesundheit von Kindern. Dr. Ulrich Fegeler, Pressesprecher des Landesverbandes der Kinderärzte, betonte, dass die steigende Zahl von Entwicklungsstörungen nur ansatzweise mit Therapien zu verhindern sei: „Die ausreichende Förderung der Kinder im vorschulischen Bereich hat höchste Priorität. Hier müssen Tagesmütter, Kindergärten und Kindertagesstätten Aufgaben übernehmen, die Eltern heute nicht mehr leisten.“ Der Mediziner wies auf die dramatisch steigende Zahl von Sprach- und Entwicklungsstörungen hin, unter denen mittlerweile fast jedes dritte Kind leide. Abhilfe schaffe keine Medizin, sondern Pädagogik. Labyrinth-Geschäftsführerin Roswitha von der Goltz ergänzte: Gerade Eltern und Pädagogen müssen mehr denn je – neben den Ärzten – Experten für die Verhinderung von Entwicklungsstörungen sein. Deshalb brauchen sie mehr Wissen, aber auch mehr Anerkennung und Unterstützung.“ In mehr als 30 Vorträgen, Workshops und Foren standen die Themen Bewegung, Entspannung, Stress, Ernährung und Förderung des Nichtrauchens im Mittelpunkt. Die dreitägige Tagung war Teil der Erlebnisausstellung zur Gesundheitsförderung bei Kindern „Unterwegs nach Tutmirgut“, die noch bis zum 11. Mai kommenden Jahres im Labyrinth, Osloer Straße 12, zu sehen ist.

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