Fuleco im Kindermuseum

Die „brasilianische“ Note haben wir nicht erst seit der FIFA-WM, denn wir haben João und João  und Sandra. Die Mitarbeiter mit brasilianischen Wurzeln bereichern mit Charme und „brasilianischem“ Blick das Leben in unserer Ausstellungshalle. Und Sandra Mezzalira Gomes macht sich so ihre Gedanken zum Großereignis dieses Sommers …



Seit ein paar Wochen ist es einfach unmöglich, die Weltmeisterschaft zu ignorieren. Es gibt viele Fahnen, die die Häuser, Autos, Geschäfte, Straßen dekorieren, dazu Produkte und Werbung zur WM – und die Kinder kommen mit T-Shirts mit dem WM-Maskottchen „Fuleco“ ins Kindermuseum.

Auch mein vier Jahre junger Neffe hat am Anfang nicht ganz verstanden, warum plötzlich überall die brasilianische Fahne zu sehen ist. Und jetzt schreit mein Neffe auch noch „Deutschland“ und „Brasilien“ und macht es sich zum Spiel, auf den Weg von der Kita nach Hause die Fahnen zu zählen.

Mit der WM „zu Hause“ merkt man auch, wie alle über dein Land reden. Gute und schlechte Nachrichten sind täglich zu sehen, das Land steht im Mittelpunkt. Die Brasilianer, die im Ausland leben, bekommen viele verschiedene Anfragen und Aufträge, über die Kultur und das Land zu berichten. Zum Beispiel auch von Schulen, wo die Kinder in Projekten nach Brasilien „reisen“ können und vieles erfahren können über unser Klima, über Tiere, Regionen, Musik, soziale Differenzen usw.

Ja, es gab viele Fehler bei der Organisation dieser WM. Die Brasilianer, die Fußball meistens lieben, waren schon sehr enttäuscht von der Fifa und der eigenen Regierung. Man merkt, es kommt nicht nur Gutes zu uns, und ich selber bin mit gemischten Gefühlen dabei.

Für die Kinder aber bedeutet die WM auch, dass sie Panini-Bilder sammeln und das große Problem haben, dass Album nicht komplett zu bekommen. Sie ziehen Trikots an, schauen die Spiele an und man merkt, dass Fußball nicht nur ein Thema ist, sondern auch gespielt wird. Ich selber habe schon teilgenommen an ein paar „Turnieren“, die wir bei uns im Kindermuseum in unserer Ausstellung „Platz da! Kinder machen Stadt“, „espontaneous“ improvisiert haben. Und ja, es ist schon etwas Besonderes, wenn man die Deutschen und andere Nationalitäten mit unseren Trikots, Fuleco oder Fahne sehen kann.

Mit all dem Guten und Schlechten, das eine WM so mit sich bringen kann: Sie kann nur stattfinden, wenn auf der Welt Frieden herrscht. Im II. Weltkrieg war das Turnier abgesagt worden. Deswegen drücken wir die Daumen, dass die Welt im Frieden lebt, dass die WM mit jedem Mal besser organisiert wird und dass die beste Mannschaft den Pokal nach Hause nimmt. Auch mit der Unterstützung von den kleinen Fans!

Das Bild stammt von Ceylan, gemalt im Kindermuseum. Vielen Dank, Ceylan!!!

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